
Alois Ruppen 1858–1940
Foto aus dem Privatarchiv von Philipp Burgener
«Vam Nagulsaasi und dum Ruppuchessi»
(Sprach-)Geschichten und Anekdoten
Entdecke die faszinierende Geschichte und Kultur des Saastals
Die Stiftung sowie der Förderverein «Saas ischi Heimat» freuen sich, die neueste Ausgabe der «Saaser Geschichten» zu präsentieren: «Vam Nagulsaasi und dum Ruppuchessi». Das einzigartige Dokument aus der Feder von Vorstandsmitglied Stefan Dominik Furrer öffnet den Blick auf eine ebenso spannende wie vielschichtige Welt Saaser Traditionen, Dialekte und überlieferter Geschichten.
Ein Blick in die Vergangenheit
Im Zentrum der Publikation stehen die Lebensgeschichten von Alois Ruppen (1858–1940) – Bergbauer, Schmied und Schmuggler – sowie seines Enkels Philipp Burgener, Chronist und engagierter Bewahrer der Saaser Geschichte. In lebendigen Erzählungen und mit feinem Humor gewürzt, zeichnen die Texte ein eindrückliches Bild vom Alltag im Saastal, von den Herausforderungen früherer Zeiten und von den kulturellen Eigenheiten unserer Region.
Die Saaser Mundart – ein Schatz der Vielfalt
Ein besonderes Augenmerk gilt der Saaser Mundart, dem sogenannten «Saaser Titsch», einem zentralen Bestandteil der regionalen Identität. Das Dokument beleuchtet Herkunft, Entwicklung und Besonderheiten unseres Dialekts, der sich über Generationen hinweg gewandelt und durch äussere Einflüsse stetig bereichert hat.

Än Haaggunagul va zwey Site
Kopiärrächt Stefan Dominik Furrer
Traditionelles Handwerk und Schmuggelgeschichten
Die Herstellung von Nägeln und Kupferkesseln sowie der Schmuggel über den Monte-Moro-Pass bilden weitere faszinierende Kapitel der Saaser Geschichte. Die Geschichten rund um das «Nagulsaasi» und das «Ruppuchessi» vermitteln eindrücklich den Erfindergeist, die Widerstandskraft und den Überlebenswillen der damaligen Bevölkerung.
Einzigartige Traditionen im Saastal
Hervorgehoben werden auch regionale Besonderheiten wie der Heutransport mit der «Chamu», einem klappbaren Transportgerät aus Holz, das ausschliesslich hier im Saastal verwendet wurde und ein eindrückliches Zeugnis lokaler Handwerkskunst darstellt.
Ein Abenteuer auf den Spuren des «Ruppuwiisi»
Im Jahr 1997 begaben sich Philipp Burgener und seine Familie im Rahmen des 1. Internationalen Schmugglertreffens auf die Spuren des legendären Schmugglers Alois Ruppen. Auf dem historischen Weg über den Monte-Moro-Pass konnten die Teilnehmenden nachempfinden, was es bedeutete, diese Route einst unter oft widrigen Bedingungen zu begehen – ein eindrückliches Erlebnis, das Geschichte lebendig werden liess.

En Chamu, neueri Üfnaam
Kopiärrächt Stefan Dominik Furrer)

Philipp Burgener beim „Tängelu“, 2023
© Antonia Furrer-Burgener

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